GaLaWool

PROJEKTLAUFZEIT:
01.01.2026 bis 31.12.2028
PROJEKTFÖRDERUNG:
Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE)
FÖRDERKENNZEICHEN:
13BDC80021
PROJEKTLEITUNG:
Lina Krenz
KOOPERATIONSPARTNER:
Deutsches Biomasseforschungszentrum gemeinnützige GmbH (DBFZ), Leipzig
IFN Schönow e.V. – Reproduktion, Tierhaltung, Lebensmittel, Umwelt
Institut für Agrar- und Stadtökologische Projekte an der Humboldt- Universität zu Berlin (IASP), Berlin
Baur Vliesstoffe GmbH, Dinkelsbühl-Sinbronn
Landschaftspflege- und Forstdienstleistung Heinrich Meusel, Eisfeld OT Friedrichshöhe
ASSOZIIERTE PARTNER:
Sachsen-Leinen e.V. (SL), Leipzig
Sächsisches Textilforschungsinstitut e.V. (STFI), Chemnitz
SL-Spezialnähmaschinenbau Limbach GmbH & Co. KG, Limbach-Oberfrohna
Neisser Geotextilien, Schmallenberg
Technische Universität Braunschweig, Institut für Architekturbezogene Kunst, Braunschweig
Schafwolle: Das biobasierte und biologisch abbaubare Biotextil
Schafwolle ist ein wertvolles landwirtschaftliches Nebenprodukt. Etwa 1,6 Millionen Schafe gibt es in Deutschland, durchschnittlich produzieren diese jährlich etwa 6.400 Tonnen Rohwolle.
Mit ihren einzigartigen Eigenschaften – atmungsaktiv, feuchtigkeitsausgleichend, schwer entflammbar – eignet sich Schafwolle zur Herstellung von Bekleidung und Teppichen, als Dämmstoff und als umweltfreundlicher Luftfilter. Allerdings wird der Großteil der Wolle aktuell nicht lohnend vermarktet, verschenkt, als Langzeitdünger genutzt oder kostenpflichtig entsorgt. Gründe sind unter anderem die schlechten Marktpreise, die für deutsche Schafwolle gezahlt werden.
Zugleich kommen in der Landwirtschaft und im Garten-, Landschafts-, Wasser- sowie Straßenbau immer noch Geotextilien wie Mulch- und Spargelfolie, Erntevlies oder Steinwoll-Pflanzsubstrate aus fossilbasierten Fasern zum Einsatz.
Das Vorhaben GaLaWool zielt darauf ab, kostengünstige Biotextilien aus ungewaschener Schafwolle kombiniert mit Pflanzenfasern herzustellen. Die biobasierten Materialien bieten eine umweltfreundliche Alternative zu fossilbasierten Geotextilien. Dafür werden bekannte Technologien und Maschinen, die in den letzten 20 Jahren von den Mitgliedern des Projektkonsortiums etabliert wurden, weiterentwickelt und skaliert. Geplant ist der Aufbau einer Produktionslinie, die zukünftig industrielle Dimension ermöglichen soll.